Der Lötkurs im OV Erlangen

Wie es dazu kam:
Ein großes Problem dass es schon seit längerer Zeit im OV Erlangen gab ist das des stetig wachsenden Durchschnittsalters. Es war auch klar, dass sich das nur beheben lässt wenn es gelingt, junge Leute für die Technik zu begeistern.  Wir hatten deshalb über Jahre versucht mit entsprechenden Schreiben an Schulen im Erlanger Raum für einen Löt- und Bastelkurs zu werben. Alle diese Schreiben blieben entweder unbeantwortet oder es wurde dankend abgelehnt.
Schließlich war es dann doch über persönliche Kontakte gelungen uns und unser Vorhaben im Oktober 2013 an dem Gymnasium Fridericianum in Erlangen vorstellen zu dürfen. Das Ergebnis dieser  Vorstellung war die Zusage, dass man in den Jahrgangsstufen 6, 7 und 8 bei den Schülern nachfragen werde, ob überhaupt Interesse bestehe. Man hat uns aber wenig Hoffnung gemacht und ist von einer Zahl von vier bis 5 Schülern ausgegangen von denen dann nach kurzer Zeit die Hälfte der Schüler nicht mehr erscheinen werde.
Im Januar 2014 kam dann die Meldung dass sich „viele“ Schüler gemeldet hätten, kurze Zeit später wurde die Aussage „viele Schüler“ durch „sehr viele Schüler“ ersetzt. Letztendlich hatten sich 18 Teilnehmer angemeldet. Diese Zahl wurde dann in zwei Gruppen aufgeteilt die sich jede Woche abwechselten und damit im 14-tägigen Turnus am Lötkurs teilnehmen konnten.

Was im Kurs gemacht wird:
Um das richtige Gefühl für den Lötkolben zu bekommen  wird mit einem Drahtgitter angefangen. Dazu gibt es kleine Rähmchen in die 10 + 10 Drähtchen eingelegt werden können. Die dabei entstehenden 100 Kreuzungspunkte sind dann zu verlöten.
Mit der so erlernten Fertigkeit dürfen sich die Schüler an das Drahtmodell eines Rennautos wagen. Für die ganz schnellen gibt es zusätzlich noch die Möglichkeit, ein Drahtmodell eines Flugzeugs zu bauen.

Danach kommt die erste elektronische Schaltung – eine Blink- und Summerschaltung in Reißzweckentechnik.  Diese Schaltung hat sich schon in einer Reihe von getrennten Lötaktionen bewährt.


 

Nummer drei ist ein Radio für Mittelwelle, ebenfalls in Reißzweckentechnik (2014 gab es noch genügend deutschsprachige Sender).


 

Die nächste Schaltung ist die Erste auf einer kleinen Platine. Es ist eine kleine LED-Taschenlampe – eine Spende der Friedrich Alexander Universität Erlangen.

Nach einem Besuch der Klubstation DL0TZ (mit der Möglichkeit sich auch selbst mal an ein Mikrofon wagen zu dürfen) sollte noch eine Fuchsjagd stattfinden. Diese Fuchsjagd musste in dem (und in den Folgejahren) wegen des schlechten Wetters ausfallen. Statt dessen wurde ein kleines Lichttelefon gebaut.


 

Weil die Schüler eine Fortführung des Kurses wünschten, wurde noch ein „Kurs für Fortgeschrittene“  organisiert. In diesem Kurs wurden von den Schülern UKW-Stereo-Radios zusammengelötet.


 

Der aktuelle Stand:
Inzwischen fand der dritte Kurs statt. Wegen der Tatsache, dass es seit Beginn 2016 keine deutschsprachigen Rundfunksender mehr auf Mittelwelle gibt, wurde das Mittelwellenradio durch ein Kurzwellenaudion ersetzt.


 

Nachdem dieses Audion weit komplexer ist als das Mittelwellenradio der vorhergehenden Jahre, mussten die Bastelprojekte „Taschenlampe“ und „Lichttelefon“ in diesem Jahr ausfallen.

Eine Baubeschreibung des Kurzwellenaudions (pdf, ca. 9 MB) gibt es hier.

Vielen Dank:
Vielen Dank an alle, die bei diesen Kursen aktiv mitgeholfen haben und weiterhin mithelfen (beim aussuchen und testen der Schaltungen dem entflechten der Platinen, bei der aktiven Betreuung der Kurse und als verlässliche  Gegenstation bei Funkvorführungen).
OM Otto, DJ2EU
OM Bela, DL8NFA,
OM Ludwig, DG9NFB
OM Gerhard, DK6NI

Stand 2016-07-22

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